Über Fabian
Seit über zehn Jahren arbeite ich an derselben Frage: Wem gehört die Wertschöpfung der Künstlichen Intelligenz?
KI-Investor, Unternehmer und Autor aus Berlin.

01 — Was ich heute mache
Vier Rollen, ein Thema.
Ich investiere über Asgard Capital in KI-Unternehmen und bin Gründungspartner des AI.FUND. Ich veranstalte gemeinsam mit Veronika Westerheide die Rise of AI Conference. Ich schreibe — Bücher, Essays, Kolumnen. Und ich halte Keynotes und Executive Briefings für Unternehmen und Institutionen.
02 — Die Mission
Ein KI-Ökosystem in Deutschland und Europa. Daran arbeite ich seit 2014.
Als ich 2014 anfing, in Künstliche Intelligenz zu investieren, wurde mir nahegelegt, mich lieber auf E-Commerce zu konzentrieren. KI galt nicht als tragfähige Kategorie. Im selben Jahr saß ich mit zehn Leuten in einem Raum im Berliner cbase und sprach über Maschinen, die denken.
Meine Absicht war von Anfang an dieselbe: dass in Deutschland und Europa ein eigenes KI-Ökosystem entsteht. Nicht als Absatzmarkt für die Technologie anderer, sondern mit eigener Forschung, eigenem Kapital, eigenen Unternehmen und eigener Infrastruktur.
Ich beobachte dieses Ökosystem nicht. Ich bin ein Teil davon — als Investor, der früh Geld einsetzt; als Veranstalter, der die Leute zusammenbringt; als Autor, der die Fragen öffentlich stellt; und als Gesprächspartner für Politik und Unternehmen, die entscheiden müssen.
Die Frage dahinter treibt mich bis heute: Wem gehört die Wertschöpfung, die durch Künstliche Intelligenz entsteht? Wer Modelle, Rechenleistung und Distribution besitzt, bestimmt, wem der Fortschritt gehört. Für Europa ist das die entscheidende Frage des Jahrzehnts.
03 — Der Weg
Von Ostwestfalen nach Berlin.
04 — Warum ich einordnen kann
Es ist ein Kreislauf.
Ich kenne viele Leute in diesem Feld. Deshalb werde ich gefragt. Weil ich gefragt werde, sehe ich mehr, als in Berichten steht — Deals, bevor sie veröffentlicht werden, Probleme, bevor sie in Studien auftauchen, Stimmungen, bevor sie kippen. Weil ich das sehe, kann ich einordnen. Und weil ich einordnen kann, kommen die Leute wieder.
Das ist kein Talent, sondern das Ergebnis von zwölf Jahren, in denen ich in diesem Feld gearbeitet, investiert, geschrieben und eingeladen habe. Was ich auf einer Bühne sage, stammt deshalb selten aus einem Report.
Warum die Konferenz existiert
Die Rise of AI Conference ist nicht mein Produkt. Sie ist der sichtbarste Ausdruck dieser Arbeit. Unsere Gäste kommen, weil wir sie einladen. Unsere Sprecherinnen und Sprecher kommen aus demselben Grund. Wir sind nicht die größte Konferenz in Europa — und trotzdem eine der bekanntesten in diesem Feld. Das liegt nicht an der Zahl der Plätze, sondern daran, wer auf ihnen sitzt.
Das exklusive Dinner am Vorabend gibt es seit über zwölf Jahren, auf Einladung, in kleinem Kreis. Dort entstehen die Gespräche, wegen derer die Leute wiederkommen. Die Teilnehmenden bewerten die Organisation mit 4,9 von 5 Punkten.
Was daraus entsteht
2026 haben wir zum ersten Mal den Rise of AI Trinity Award verliehen — an Prof. Hans Uszkoreit als Architekten, an Merantix als Erbauer und an den Bundesverband KI als Verbinder. Die Laudatio hielt Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Einen Preis nach einem eigenen Modell zu vergeben, ist etwas anderes, als eine Veranstaltung zu organisieren.
Dasselbe Netzwerk trägt meine übrige Arbeit: als Jurymitglied beim Berliner Deep Tech Award, als Investor, der Gründerinnen und Co-Investoren zusammenbringt, und in dem Austausch mit Fraktionen, Abgeordneten und Ministerien, der selten auf Bühnen stattfindet.

Einer der netzwerkintensivsten Köpfe in der Tech- und KI-Szene. Sascha Lobo im Podcast „Tech, KI & Schmetterlinge“, 28. Januar 2026
05 — Einsatz
Ich habe eigenes Geld eingesetzt.
Seit 2014 investiere ich privates Kapital in KI-Unternehmen — zu einem Zeitpunkt, als das niemand für eine tragfähige Kategorie hielt. Die Rise of AI Conference habe ich aus eigener Tasche gegründet, nicht weil sich damit gut Geld verdienen ließe, sondern weil ein Ökosystem eine Bühne braucht, um überhaupt sichtbar zu werden.
Der größte Teil dessen, was ich für dieses Feld tue, ist unbezahlt. Ich gebe Interviews, ohne dafür Geld zu nehmen. Ich stehe politischen Organisationen als Sachverständiger und Gesprächspartner zur Verfügung, ohne Honorar. Mit Büchern verdient in Deutschland fast niemand Geld — man schreibt sie, um eine Botschaft unterzubringen, die sonst niemand formuliert.
Womit ich Geld verdiene
Damit das transparent ist: Ich verdiene an zwei Dingen. An Tickets für die Rise of AI Conference. Und daran, dass mich jemand für eine Keynote oder ein Executive Briefing bucht. Meine Investments sind langfristig und werfen über Jahre nichts ab.
Beides finanziert den Rest. Wer ein Ticket kauft oder mich bucht, bezahlt nicht nur einen Vortrag, sondern die Arbeit, die dahintersteht.
Warum
Weil ich möchte, dass Deutschland und Europa in zwanzig Jahren noch selbst entscheiden können — über die eigene Wirtschaft, die eigene Infrastruktur, die eigenen Regeln. Wer die Technologie nicht besitzt, auf der sein Land läuft, entscheidet irgendwann nicht mehr allein.
06 — Science-Fiction und Schreiben
Zur KI gekommen bin ich über Romane.
Meine Faszination für Künstliche Intelligenz kommt nicht aus dem Studium. Sie kommt aus Science-Fiction, die ich seit meiner Jugend lese. Ich habe schon als Jugendlicher eigene Geschichten geschrieben und tue es bis heute. Das erklärt, warum ich beide Bücher schreibe: Das Sachbuch fragt, was wir tun sollten. Der Roman fragt, wie es sich anfühlt, wenn wir es getan haben.
Schreiben war lange nichts, das ich für mich vorgesehen hatte. In meiner Familie gibt es Legasthenie, meine Deutschnoten waren schlecht. Zum Schreiben gekommen bin ich über Foren und Online-Communities, wo niemand korrigiert hat. Seit September 2011 führe ich bootstrapping.me — über 170.000 Wörter, mein längstes öffentliches Werk.
07 — Positionen, Stand 2026
Woran ich mich messen lasse.
Prognosen bekommen bei mir ein Datum. Diese vier Positionen vertrete ich im Jahr 2026 — ausführlich begründet in meinen Analysen und Gesprächen.
AGI kommt nicht so bald
Eine allgemeine künstliche Intelligenz kommt auf absehbare Zeit nicht. Was heute darüber gesagt wird, ist überwiegend Marketing.
Europa hat das Modellrennen verloren
Das Rennen um die großen Sprachmodelle ist strategisch entschieden. Europas Chance liegt in domänenspezifischen Anwendungsmodellen, nicht in der Wiederholung fremder Wetten.
Der größte KI-Hebel liegt im Staat
Über den Staat läuft knapp die Hälfte der Wirtschaftsleistung — und genau dort ist der Apparat am langsamsten. Stillstand ist die eigentliche Dystopie.
Robotik kommt als tausend Spezialisten
Nicht der eine Universalroboter. Der Wert entsteht in der Schicht darunter: Sensorik, Steuerung, Rechenleistung.
08 — Vita und Presse
Kurzvita, Langvita und Pressefotos.
Für Redaktionen und Veranstalter liegen meine Vita in drei Längen auf Deutsch und Englisch sowie neun Pressefotos mit Bildnachweis zum Herunterladen bereit.
09 — Privat
Berlin.
Ich lebe mit meiner Familie in Berlin. Die Zeit, die nicht in Bühnen, Kapital und Texte geht, gehört ihr — oft in unserer Waldhütte, wo die meisten meiner Texte entstehen.
Gemeinsam mit meiner Frau Veronika Westerheide führe ich den Podcast Unternehmer:Leben, in dem wir über Unternehmertum, Familie und Gesundheit sprechen. Veronika hat außerdem Ever After Now gegründet, ein Unternehmen zu Longevity und gesundem Leben — ein Thema, das mich ebenso beschäftigt und bei dem ich sie unterstütze.
Ein öffentlicher Überblick über meinen Werdegang steht auch bei Wikipedia.