Aufzeichnung · TEDx · 2016

AI is eating our world: drei TEDx-Talks aus dem Jahr 2016

2016 habe ich auf drei TEDx-Bühnen über Künstliche Intelligenz gesprochen, sechs Jahre vor ChatGPT und zu einer Zeit, in der in Deutschland kaum jemand darüber reden wollte. Allein der Talk in Heidelberg wurde rund 240.000-mal angesehen. Weil Prognosen bei mir ein Datum bekommen, stehen hier die Thesen von damals neben dem Stand von heute.

01 — Eckdaten

Auf einen Blick.

Die drei TEDx-Talks im Überblick
BühneTitelVeröffentlichtDauerAufrufe
TEDxHeidelbergAI Is Eating Our World12. Januar 201713:23rund 240.000
TEDxTUBerlinAI is eating our world5. Januar 201713:37rund 6.500
TEDxHSG, St. GallenAI is eating our world and why we should be happy about it23. Januar 2017

Sprache aller drei: Englisch. Gehalten 2016.

02 — Aufzeichnung

Das Video.

Fabian Westerheide: AI Is Eating Our World (TEDxHeidelberg)

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Fabian Westerheide: AI is eating our world (TEDxTUBerlin)

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TEDxTUBerlin · 2016Englisch

AI is eating our world (TEDxTUBerlin)

Fabian Westerheide: AI is eating our world and why we should be happy about it (TEDxHSG)

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TEDxHSG St. Gallen · 2016Englisch

AI is eating our world and why we should be happy about it (TEDxHSG)

03 — Kernthesen

Was ich sage, mit Zeitmarke.

Die Zeitmarken beziehen sich auf den Talk in Heidelberg.

  1. KI ist 2016 plötzlich überall Thema, weil in den drei Jahren davor drei Faktoren zusammengekommen sind: mehr Rechenleistung, mehr Daten und Fortschritte im maschinellen Lernen, vor allem Deep Learning.Im Video ab 1:20 ansehen
  2. Maschinen werden zu kognitiven Maschinen: Sie sammeln Daten, schlagen Handlungen vor, führen sie aus, messen die Ergebnisse und optimieren sich selbst, während wir nicht mehr genau wissen, was in ihnen passiert.Im Video ab 4:11 ansehen
  3. Wir leben im Zeitalter der schmalen KI, also von Systemen, die in ihrem Spezialgebiet sehr gut sind und unsichtbar in Suchmaschinen, Empfehlungen, Sprachassistenten und selbstfahrenden Autos stecken.Im Video ab 5:08 ansehen
  4. KI wird die meisten Menschen nicht sofort ersetzen. Zuerst nutzen wir sie, um im eigenen Job mehr zu leisten; langfristig stellen Unternehmen weniger Leute ein, weil KI plus wenige Menschen dieselbe Leistung bringt.Im Video ab 9:44 ansehen
  5. Wir müssen als Gesellschaft über eine „jobless future“ sprechen, ein System, in dem Arbeit optional wird. Eine fertige Lösung hatte ich nicht, aber Ansätze wie das Grundeinkommen gehören in diese Debatte.Im Video ab 10:39 ansehen
„When the machines do the work for us, we have more time to be human.“

Deutsch: „Wenn die Maschinen die Arbeit für uns erledigen, haben wir mehr Zeit, Mensch zu sein.“

Fabian Westerheide, TEDxHeidelberg, 2016, ab 8:45

2016 und heute

Was eingetreten ist und was nicht.

Thesen von 2016 und Stand 2026
These 2016Stand 2026
Drei Treiber des DurchbruchsEingetreten. Rechenleistung, Daten und neue Lernverfahren haben die großen Sprachmodelle und 2022 ChatGPT möglich gemacht.
Maschinen handeln und optimieren sich selbstTeilweise. Mit KI-Agenten ist das Muster aus Planen, Ausführen und Prüfen real geworden, innerhalb von Aufgaben, die Menschen vorgeben.
Zeitalter der schmalen KITeilweise. Der entscheidende Schritt kam von breit einsetzbaren Basismodellen, nicht von immer engeren Spezialsystemen.
Erst Unterstützung, dann weniger EinstellungenTeilweise. Die Phase der Assistenten ist seit 2023 breit angekommen; weniger Einstellungen zeigen sich zuerst bei Einstiegsjobs.
Jobless futureOffen. Die Debatte über Verteilung und Grundeinkommen ist seit 2023 deutlich lebendiger geworden.

2016 habe ich Superintelligenz und Singularität als nächste Schritte beschrieben. Heute halte ich eine allgemeine künstliche Intelligenz auf absehbare Zeit für nicht erreichbar. Die Frage, wie eine Welt aussieht, in der Arbeit optional wird, beschäftigt mich dagegen bis heute, inzwischen auch als Roman.

Transkript und Quelle

Zum Nachlesen.

Das vollständige Transkript ist auf YouTube unter dem Video über „Transkript anzeigen“ abrufbar.

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